Orientierung und Unterstützung für Angehörige

Krebsbegleiter Redaktion, 7. April 2026

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Gesprächsnotizen für Angehörige

Gut vorbereitet zum Arzttermin: Unsere praktische A4-Mitschreib-Vorlage hilft Ihnen, Fragen zu sammeln, wichtige Informationen festzuhalten und den Überblick über Folgetermine zu behalten.

Psychoonkologischer Leitfaden

Psychoonkolische Unterstützung für Krebspatient:innen im Überblick.

Wenn ein geliebter Mensch an Krebs erkrankt, verändert sich vieles – auch für Sie als Angehörige. Zwischen Sorge, Hoffnung und Alltagsorganisation ist es oft herausfordernd, die passenden Worte zu finden, angemessene Unterstützung zu bieten und zugleich auf die eigene Kraft zu achten. 

Diese Website soll Sie dabei unterstützen, sicherer zu werden: in Gesprächen, in der praktischen Begleitung und im Erkennen eigener Grenzen. 

Welche Rolle haben Angehörige? 

Angehörige sind Begleitende und Mitdenkende. Sie geben Halt, ohne alles lösen zu müssen. Sie sind da, auch wenn die richtigen Worte fehlen. 

Diese Rolle ist nicht statisch, sondern kann sich mit den Phasen der Behandlung, der Tagesform und den aktuellen Bedürfnissen der erkrankten Person verändern. Es gibt kein allgemeingültiges „richtiges Maß“ an Unterstützung, sondern immer nur ein passendes Maß für den jeweiligen Tag. Manchmal braucht es Organisation, manchmal Zuhören, manchmal Rückzug. Wesentlich ist das gemeinsame Abstimmen: Was wird gerade gebraucht? Was ist möglich? Was tut allen Beteiligten gut? 

Oft sind es die kleinen Gesten, die Großes bewirken: gemeinsam Fragen für den Arzttermin sammeln, mitkommen und mitschreiben, eine Fahrt übernehmen, eine Suppe vorbeibringen, einfach zuhören und Pausen möglich machen. Als kleine Stütze bei Arztgesprächen gibt es im Downloadbereich unser A4-Mitschreib-Template, damit Wichtiges übersichtlich festgehalten werden kann. 

Halt geben – Halt finden 

Belastbarkeit entsteht nicht durch ständiges Funktionieren, sondern durch Pausen, klare Grenzen und Austausch. Überforderung darf auch vorkommen! Sie ist ein Signal, das ernst genommen werden sollte, kein Makel. 

Wichtig ist die Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse: ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, Bewegung, frische Luft, Momente der Ruhe. Es darf Zeiten geben, in denen nicht „funktioniert“ wird, sondern einfach das Sein im Vordergrund steht, wie beispielsweise bei einem Spaziergang, einer Tasse Tee oder einer halben Stunde Lesen. 

Grenzen zu setzen, gehört zu verantwortungsvoller Fürsorge. Das bedeutet ehrlich einzuschätzen, was möglich ist. Klare Formulierungen wie „X ist heute machbar, für Y wird Unterstützung benötigt“ schafft Verlässlichkeit und klärt Erwartungen. 

Wenn Sorgen und Belastung überhandnehmen dürfen auch Angehörige Unterstützung durch Psychotherapie suchen. Psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen ist keine Schwäche. 

Nicht alles muss allein getragen werden 

Aufgaben können verteilt werden: innerhalb der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder durch professionelle Dienste, die entlasten. Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung. Denn nur so kann auch ein tragfähiges Netz aus vielen Personen entstehen, in dem alle Platz haben: die erkrankte Person und die Angehörigen.

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Gesprächsnotizen für Angehörige

Ihr roter Faden für den Arzttermin: Mit unserer A4-Mitschreibvorlage erfassen Sie Fragen, halten Kernpunkte fest und behalten kommende Termine im Überblick.

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AT-16461, 04/2026 

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