Halt geben – Halt finden
Belastbarkeit entsteht nicht durch ständiges Funktionieren, sondern durch Pausen, klare Grenzen und Austausch. Überforderung darf auch vorkommen! Sie ist ein Signal, das ernst genommen werden sollte, kein Makel.
Wichtig ist die Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse: ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, Bewegung, frische Luft, Momente der Ruhe. Es darf Zeiten geben, in denen nicht „funktioniert“ wird, sondern einfach das Sein im Vordergrund steht, wie beispielsweise bei einem Spaziergang, einer Tasse Tee oder einer halben Stunde Lesen.
Grenzen zu setzen, gehört zu verantwortungsvoller Fürsorge. Das bedeutet ehrlich einzuschätzen, was möglich ist. Klare Formulierungen wie „X ist heute machbar, für Y wird Unterstützung benötigt“ schafft Verlässlichkeit und klärt Erwartungen.
Wenn Sorgen und Belastung überhandnehmen dürfen auch Angehörige Unterstützung durch Psychotherapie suchen. Psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen ist keine Schwäche.