Magenkrebs Stadien: Wie sich ein Magenkarzinom entwickelt

Krebsbegleiter Redaktion, 24. August 2026

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Die verschiedenen Stadien von Magenkrebs beschreiben, wie weit sich ein Magenkarzinom im Körper ausgebreitet hat. Die Einteilung hilft behandelnden Ärzt:innen dabei, den Stand der Erkrankung zu bestimmen und eine passende Behandlung zu planen.

Insgesamt gliedert man in 5 verschiedene Stadien. Diese reichen von 0 bis IV und geben an, wie tief der Tumor in die Magenwand eingewachsen ist, ob Lymphknoten befallen sind und ob sich Krebszellen bereits in andere Organe ausgebreitet haben. Je nach Stadium ist der Magenkrebs bei der Diagnose unterschiedlich weit fortgeschritten. Daraus ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Therapie und unterschiedliche Prognosen für Betroffene. Bei 4 von 10 Patientinnen und Patienten hat der Magenkrebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen gebildet.1

Die allgemeinen Beschreibungen der Magenkrebs Stadien sind:

Magenkrebs Stadium 0

Im Stadium 0 befindet sich der Tumor nur in der obersten Schicht der Magenschleimhaut. Die Krebszellen haben sich noch nicht in tiefere Schichten der Magenwand ausgebreitet, die Lymphknoten sind nicht befallen.

Dieses sehr frühe Stadium wird auch als Frühform des Magenkarzinoms bezeichnet. Der Tumor ist meist klein und kann unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen einer Magenspiegelung entfernt werden. Wird die Erkrankung in diesem Stadium entdeckt, ist die Prognose in der Regel sehr günstig.

Magenkrebs Stadium I

Beim Magenkrebs Stadium I ist der Tumor bereits etwas tiefer in die Magenschleimhaut oder in darunterliegende Schichten der Magenwand eingewachsen. Wenige Lymphknoten können fallweise bereits befallen sein. Dennoch gilt dieses Stadium ebenso noch als frühes Stadium der Erkrankung.

Die Behandlung besteht meist aus einer Operation, bei der das Ziel die vollständige Entfernung des Tumors ist. Bei sehr früh entdeckten Tumoren kann dies auch im Rahmen einer Magenspiegelung erfolgen.

Magenkrebs Stadium II

Im Stadium II ist der Magenkrebs bereits weiter fortgeschritten. Der Tumor ist tiefer in die Magenwand eingewachsen und/oder mehrere Lymphknoten in der Umgebung sind betroffen. Auch in Stadium II ist die Erkrankung meist nach wie vor lediglich auf die Region des Magens begrenzt.

In vielen Fällen kann der Tumor operativ entfernt werden. Die Operation wird dabei oft mit weiteren Behandlungen begleitet, etwa einer Chemotherapie oder anderen Therapieoptionen. Ziel ist es, verbliebene Krebszellen zu zerstören und das Risiko von Rückfällen zu verringern.

Magenkrebs Stadium III

Der Magenkrebs in Stadium III beschreibt einen lokal fortgeschrittenen Tumor. Der Krebs ist in diesem Stadium häufig schon durch mehrere Schichten der Magenwand gewachsen und es sind meist viele Lymphknoten befallen. Teilweise kann der Tumor auch in angrenzendes Gewebe wachsen.

In manchen Fällen kann der Tumor noch operativ entfernt werden. Die Operation wird dabei häufig mit weiteren medikamentösen Behandlungen begleitet, etwa einer Chemotherapie oder anderen Therapieoptionen. Das genaue Vorgehen wird von einem Expertenteam aus Ärzt:innen unterschiedlicher Fachrichtungen individuell abgestimmt und festgelegt.

Magenkrebs Stadium IV

Im Stadium IV, dem letzten Stadium, hat sich der Magenkrebs bereits über den Magen hinaus ausgebreitet. Es liegen sogenannte Fernmetastasen vor. Das bedeutet, dass sich Krebszellen in anderen Organen angesiedelt haben. Typische Orte für Metastasen sind beispielsweise die Leber, die Lunge, das Bauchfell und auch weiter entfernte Lymphknoten.

In diesem Stadium steht meist eine medikamentöse Behandlung wie eine Chemotherapie, eine Immuntherapie oder zielgerichtete Medikamente im Vordergrund. Diese können auch in Kombination angewendet werden. Ziel der Behandlung ist es hier vor allem, die Erkrankung zu kontrollieren, Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Die Therapie wird dabei stets individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt.

Einteilung nach TNM-Klassifikation

Die TNM Klassifikation ist ein System, das in der Medizin weltweit verwendet wird, um den Umfang einer Krebserkrankung zu beschreiben. Sie bildet auch beim Magenkarzinom die Grundlage für die Stadieneinteilung.

T (Tumor)

Diese Kategorie beschreibt die Größe des Tumors und wie weit er sich in die Magenwand oder angrenzendes Gewebe ausgebreitet hat. Die Einteilung erfolgt mit Zahlen. Höhere Zahlen stehen für einen weiter fortgeschrittenen Tumor.

N (Lymphknoten, engl. „Nodes“)

Diese Kategorie beschreibt, ob Lymphknoten in der direkten Umgebung befallen sind und in welchem Ausmaß. Auch hier werden Zahlen verwendet, um die Anzahl der betroffenen Lymphknoten zu beschreiben.

M (Metastasen)

Diese Kategorie beschreibt, ob sich der Krebs bereits in andere Organe ausgebreitet hat.

  • M0: keine Fernmetastasen vorhanden

  • M1: Fernmetastasen vorhanden

Durch die Kombination dieser drei Angaben kann der genaue Stand der Erkrankung bestimmt werden.

Glühbirne

Ein Beispiel

Ein Magenkarzinom kann beispielsweise als 'T2 N1 M0' klassifiziert werden.

Dies bedeutet also:

T2 → Der Tumor ist in tiefere Schichten der Magenwand eingewachsen, aber noch nicht in benachbarte Organe. 

N1 → Es sind einige nahegelegene Lymphknoten von Krebszellen befallen.

M0 → Es sind keine Fernmetastasen (z. B. in Leber oder Lunge) vorhanden.

Der Krebs hat sich lokal im Magen und teilweise in Lymphknoten ausgebreitet, aber noch nicht in andere Organe gestreut.

Was ist „Grading“ bei Magenkrebs?

Das Grading beschreibt, wie stark sich die Krebszellen im Tumor von normalen Magenzellen unterscheiden. Es wird anhand von Gewebeproben bestimmt, die während einer Magenspiegelung oder Operation entnommen werden. Unter dem Mikroskop beurteilen Fachärztinnen und Fachärzte, wie stark die Zellen verändert sind und wie schnell sie wahrscheinlich wachsen.

Im Allgemeinen werden Tumoren in vier Grade eingeteilt:

G1 – gut differenziert

Die Tumorzellen ähneln den normalen Magenzellen noch relativ stark. Sie wachsen meist langsamer und gelten als weniger aggressiv.

G2 – mäßig differenziert

Die Zellen zeigen bereits deutlichere Veränderungen und ähneln den normalen Magenzellen schon deutlich weniger. Der Tumor kann schneller wachsen als bei Grading 1.

G3 – schlecht differenziert

Die Zellen sind hier bereits stark verändert und teilen sich meist schneller. Der Krebs kann sich daher schneller ausbreiten und gilt als aggressiver.

G4 – undifferenziert

Die Zellen sind kaum noch als ursprüngliche Magenzellen zu erkennen. Diese Tumore wachsen oft besonders schnell und aggressiv.2

Das Grading liefert wichtige Informationen über das Verhalten eines Tumors.

Zusammen mit der TNM Klassifikation, der Tumorgröße und der Anzahl der betroffenen Lymphknoten hilft es dabei, die Prognose einzuschätzen und die beste Behandlung zu ermitteln.

Früherkennung kann Leben retten 

Die Früherkennung von Magenkrebs spielt eine wichtige Rolle, da die Erkrankung in frühen Stadien in vielen Fällen nur wenige oder unspezifische Beschwerden verursacht. Wird ein Magenkarzinom jedoch früh entdeckt, bestehen meist deutlich bessere Heilungschancen. Besonders Personen mit erhöhtem Risiko, etwa Menschen mit familiärer Vorbelastung, chronischer Magenschleimhautentzündung oder einer Infektion mit Helicobacter pylori, sollten auf mögliche Veränderungen achten und ärztliche Kontrollen wahrnehmen. Bei anhaltenden Beschwerden wie länger bestehenden Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, unerklärlichem Gewichtsverlust oder anhaltender Übelkeit ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Eine wichtige Untersuchungsmethode ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht eine frühere Behandlung und kann die Aussichten auf Heilung verbessern.

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Verwendete Quellen:

https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Magen.pdf, letzter Zugriff 21.07.2026

https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs, letzter Zugriff 01.07.2026

https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs/diagnostik, letzter Zugriff 13.07.2026

Referenzen:

  1. https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs, letzter Zugriff 01.07.2026

  2. https://www.krebsinformationsdienst.de/magenkrebs/diagnostik, letzter Zugriff 13.07.2026

AT-16460, 08/2026

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